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Dienstag

Mastercard will Bezahlen per Fingerabdruck möglich machen

Der Kunde soll es beim Shopping so einfach haben, wie es nur geht. Das gilt auch für den Bezahlvorgang, weshalb moderne wie herkömmliche Finanzdienstleister an bequemen Lösungen arbeiten. Mit einer neuen Idee ist jetzt der Kreditkarten-Anbieter Mastercard hervorgetreten. Dieser will Pins und Codes abschaffen und stattdessen die Möglichkeit bieten, Produkte per Fingerabdruck zu bezahlen.

Neue Anbieter wie PayPal oder Alipay haben mit ihren Bezahlmethoden einst mächtige Akteure ins Hintertreffen gebracht. Doch diese schlagen nun mit noch moderneren Lösungen zurück, allen voran Mastercard. Das Unternehmen will Codes und Pins ganz abschaffen, um den Bezahlvorgang weiter zu vereinfachen. Stattdessen sollen Verbraucher künftig die Produkte an der Kasse mit einem Fingerabdruck bezahlen. Diese Idee stellte der Konzern letzte Woche vor und erklärte, dass er dafür eine spezielle Kreditkarte mit einem installierten Sensor entwickeln will. Mit seiner Hilfe kann der Kunde dann seine Fingerspitze scannen, um dem Kartenlesegerät grünes Licht für die Abbuchung des Betrags zu geben.

Zwei Fingerabdrücke pro Karte

Diese Bezahl-Methode testet Mastercard zunächst in Südafrika und kooperiert dabei mit einer Bank sowie einer Supermarktkette, in deren Filialen die Mitarbeiter die Aufgabe haben, die Reaktionen der Kunden zu beobachten. Ähnliche Tests will der Konzern bald auch in Europa und Asien starten. Wenn das Bezahlen per Fingerabdruck auf Akzeptanz stößt, will Mastercard die biometrische Kreditkarte weltweit einführen. Sollte es dazu kommen, erhalten ihre Besitzer die Möglichkeit, zwei Fingerabdrücke auf dem Chip zu speichern. Zuvor ist ein Scan in einer der Filialen erforderlich. Allerdings müssen beide von ein und demselben Nutzer stammen, sodass dieser seine biometrische Kreditkarte nicht weiterverleihen kann. Das dürfte für manche Verbraucher ein Problem darstellen. Nicht wenige geben ihre Kreditkarte dem Partner, wenn sie selber nicht shoppen wollen.

Vor- und Nachteile der biometrischen Kreditkarte

Einige Branchenbeobachter sehen in der neuen Lösung eine Kampfansage an Dienstleister wie PayPal oder Apple Pay. Mit ihr könnte Mastercard tatsächlich viele Kunden für sich gewinnen, wenn diese die Möglichkeit bekommen, kontaktlos zu bezahlen. Dann bräuchten sie sich auch nicht jedes Mal neu anzumelden, so wie sie es momentan bei PayPal oder Apple Pay tun. Allerdings gibt es auch nicht wenige Kritiker, die sich um den Datenschutz sorgen. Wer einmal seine biometrischen Merkmale verrät, kann sie anders als bei Pins oder Codes nicht verändern. Das können Cyberkriminelle schnell ausnutzen, zumal die Abdruck-Sensoren-Technik derzeit noch sehr fehlerbehaftet ist.

Montag

APOkix: Apotheker wollen digitale Angebote ausbauen

In sechs von zehn Apotheken hat der Ausbau digitaler Services in den kommenden Jahren einen hohen Stellenwert. Das zeigen die aktuellen APOkix-Ergebnisse des IFH Köln. Damit reagieren die Apotheker auf die fortschreitende Digitalisierung: Rund 83 Prozent der mehr als 200 befragten Apothekenleiterinnen und -leiter erkennen an, dass es auch für ihre Apotheke zunehmend wichtiger wird, sich dem digitalen Wandel anzuschließen.

Click & Collect wird wichtiger

Nahezu jeder zweite Apotheker stellt heute fest, dass Kunden immer häufiger das Internet nutzen, um mit ihnen in Kontakt zu treten – bei einer APOkix-Umfrage vor zwei Jahren gaben dies lediglich 35 Prozent der Befragten an. Ein Service, der in diesem Kontext relevanter geworden ist, ist Click & Collect: Für mehr als sechs von zehn Apothekern ist es selbstverständlich, dass ihre Kunden online Produkte vorbestellen und anschließend in der Apotheke abholen können. Vor zwei Jahren war Click & Collect noch für 44 Prozent der Befragten ein Must-have.

APOkix: Apotheker wollen digitale Angebote ausbauen

Website noch nicht für jeden zwingend notwendig

Die APOkix-Teilnehmer registrieren zudem, dass Informationsangebote, die sie im Internet bereitstellen, heute häufiger genutzt werden (2017: 33 %; 2015: 15 %). Entsprechend erkennen aktuell auch 72 Prozent der Befragten, dass eine Website – wie für jedes Unternehmen – auch für Apotheken ein Must-have ist. Das sind zwar etwas mehr Apothekerinnen und Apotheker als noch vor zwei Jahren, dennoch empfinden immer noch 16 Prozent der APOkix-Teilnehmer eine eigene Website als nicht zwingend notwendig oder sogar unnötig.

Index für die aktuelle Lage sinkt

Nachdem der Konjunkturindex für die aktuelle Geschäftslage zuletzt drei Monate in Folge steigen konnte, sinkt er im März wieder ab: auf einen Wert von 89,9 Punkten. Die Mehrheit der APOkix-Teilnehmer (46 %) beurteilt die derzeitige wirtschaftliche Situation jedoch weiterhin neutral.

Der Index für die erwartete Geschäftsentwicklung bleibt im März weiterhin deutlich unter der neutralen 100-Punkte-Marke, kann jedoch leicht auf einen Wert von 56,5 Punkten steigen. Das entspricht dennoch einem Minus von 22,4 Punkten im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der Ausblick der APOkix-Teilnehmer auf die kommenden zwölf Monate bleibt pessimistisch.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • Für 60,2 Prozent der Befragten wird der Ausbau digitaler Services in den nächsten ein bis zwei Jahren in der eigenen Apotheke einen hohen Stellenwert einnehmen.
  • Für 60,8 Prozent der Befragten ist die Möglichkeit, Produkte online vorzubestellen und in der Apotheke abzuholen, ein Must-have.
  • Für 72,2 Prozent ist eine Apotheken-Website ein Must-have.
  • Der Konjunkturindex für die aktuelle Geschäftslage sinkt im März auf 89,9 Punkte.
  • Der Konjunkturindex für die erwartete Geschäftsentwicklung steigt im März auf 56,5 Punkte.

Über den APOkix

Der Apotheken-Konjunkturindex APOkix des IFH Köln ist das Stimmungsbarometer im deutschen Apothekenmarkt. In den monatlichen Onlinebefragungen werden Apothekeninhaberinnen und -inhaber zur Einschätzung ihrer aktuellen und erwarteten Umsatzlage befragt. In monatlich wechselnden Zusatzfragen werden zudem aktuelle Marktthemen beleuchtet. Der APOkix wird unterstützt von der NOWEDA eG Apothekergenossenschaft und dem Deutschen Apotheker Verlag. Die aktuellen APOkix-Ergebnisse können unter apokix.de kostenfrei heruntergeladen werden.

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