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Montag

Qualcomm gegen alle: Apple bekommt Rückenwind aus der Industrie

IT-News

Der Feind meines Feindes ist mein Freund – oder so. Auf jeden Fall geht es mal wieder um Qualcomm, aber diesmal ist Apple nicht alleine, sondern bekommt Rückenwind aus der Industrie. Mit dabei sind unter anderem Samsung und Google, aber auch Intel.

Die Kunden leiden

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet darüber, dass die Computer & Communications Industry Association ein eBeschwerde bei der International Trade Commission gegen Qualcomm eingereicht hat. Es geht darum, dass Qualcomm ein Einfuhrverbot für iPhones fordert, der Industrieverband stellt dazu aber fest, dass das dem Kunden schaden würde. Betroffen wären demnach nur Geräte mit einem Intel-Modem, da sich Qualcomm andernfalls auch selbst schaden würde.

Die Argumentation geht in die Richtung, dass ein Importverbot Qualcomm nur dabei unterstützen würde, der Konkurrenz das Wasser abzugraben. Das wiederum sei aber eine Behinderung von Wettbewerb, auf dem Spiel stünde die Verfügbarkeit von iPhones (und anderen Smartphones) – indem das Einfuhrverbot durchgesetzt würde, könnten die Preise steigen. Interessant ist, dass der CCIA Google, Samsung, Intel, Facebook, Uber, Microsoft, Amazon, Netflix und weitere angehören, nicht aber Apple.

Intel, als einer der direkt betroffenen, hat noch eine Schippe nachgelegt. Das Unternehmen argumentiert, dass es Qualcomms letzter Konkurrent sei und moniert, mit welchen unfairen Mitteln Qualcomm den Markt dominiert. Das sei einerseits, dass Qualcomm Konkurrenten keine notwendigen Patente lizenziert und andererseits seine eigenen Kunden abzockt.

Freitag

Qualcomm kooperiert mit chinesischer Marke für Kinder Smartwatch

IT-News

Qualcomm – dieser Name sollte vielen schon einmal begegnet sein. Das Unternehmen aus dem kalifornischen San Diego gehört zu den größten Halbleiterherstellern der Welt. Die meisten der auf dem Markt erhältlichen Smartwatches sind mit einem Chip dieser US-Marke ausgestattet. Das derzeit gängige Modell ist der Snapdragon 2100. Ganz aktuell hat Qualcomm auf dem Mobile World Congress (MWC), der aktuell noch bis einschließlich 1. Juli in Shanghai stattfindet, eine Neuigkeit zu verkünden.

Ein Prozessor ist sicherlich für viele nicht besonders spannend, vor allem wenn es um Smartwatches geht. Schließlich befindet er sich im Inneren, ist dementsprechend nicht sichtbar und soll dort schlichtweg seine Arbeit verrichten. Verständlicherweise spielen für die meisten dann doch eher die Optik und die Funktionen eines Geräts die wichtigste Rolle. Dennoch lässt die Nachricht von Qualcomm aufhorchen. Das Unternehmen geht eine Kooperation mit der Marke Xiaotiancai ein. Diese dürfte hierzulande wohl eher für fragende Blicke sorgen. In China gehört sie allerdings zu den renommiertesten, wenn es um smarte Technologien für Kinder geht.

Mit der Xiaotiancai Z3 steht eine neue Kinder Smartwatch in den Startlöchern. Sie wird die erste für die Kleinen sein, die mit dem Snapdragon 2100 arbeitet, der bislang nur den Modellen für die Erwachsenen vorbehalten war. Das ist nicht die einzige Besonderheit dieser intelligenten Uhr, die optisch ein wenig an eine zielgruppengerecht designte Apple Watch zu erinnern vermag. Die Xiaotiancai Z3 verkörpert zudem die erste Kinder Smartwatch, die komplett wasserdicht ist, sodass sie die Kleinen auch problemlos beim Schwimmen begleiten kann.

Abgesehen davon ist sie 4G-fähig, eignet sich zum Telefonieren, Versenden sowie Empfangen von Mitteilungen und eine integrierte Kamera ermöglicht Videogespräche mit den Eltern. Wie es für die Produktkategorie der Kinder Smartwatches üblich ist, lassen sich die Knirpse dank des integrierten GPS Moduls jederzeit orten – egal, ob sie sich drinnen oder draußen befinden. Darüber hinaus soll die Xiaotiancai Z3 das eine oder andere Lernprogramm besitzen und damit auch einen pädagogischen Nutzen mitbringen. Im Juli erscheint das Wearable in China. Offen ist derzeit noch, inwiefern es auch in anderen Ländern verfügbar sein wird.

In jedem Fall untermauert dieses neue Projekt einmal mehr, dass Kinder Smartwatches eine immer wichtigere Bedeutung erhalten. Nicht nur die Erwachsenen selbst möchten eine intelligente Uhr nutzen, sondern auch ihrem Nachwuchs ein kindgerechtes Modell kaufen. Die Gründe liegen dabei auf der Hand – oder besser gesagt: am Handgelenk. Eine Kinder Smartwatch ersetzt ein Mobiltelefon, was viele Eltern begrüßen. Schließlich sind sie der Auffassung, dass eine derartige Anschaffung gerade in jungen Jahren noch zu früh kommt. Stattdessen lässt sich mit der Kinder Smartwatch jederzeit problemlos kommunizieren und wenn sich die Erwachsenen Sorgen machen, fragen sie den Standort der Knirpse einfach über das integrierte GPS Modul ab. Letztlich profitiert die ganze Familie davon: Die Eltern können entspannter sein und der Nachwuchs darf sich auch mal allein auf den Weg machen.

iPhone 8: Wird Intel wieder wichtig?

Was Smartphones angeht, kann man über Intel sagen: Zu spät und zu wenig – längst haben sich ARM-Prozessoren etabliert. Um dennoch etwas vom Kuchen abzubekommen, bietet Intel LTE-Chips an – und die könnten vermehrt in iPhones zu finden sein ab diesem Jahr, denn zwischen Apple und Qualcomm kriselt es momentan.

Es gibt noch mehr Fische im Meer

Bei Digitimes heißt es aus Kreisen der Zulieferer, dass der Patentstreit zwischen Apple und Qualcomm Auswirkungen negativer Natur auf den Umsatz von Qualcomm haben könnte. Denn durch den Streit soll Apple vermehrt zu Intel-LTE-Modems für das kommende iPhone greifen. Momentan, d.h. seit dem iPhone 7, kommen Chips von Apple und Qualcomm zum Einsatz, etwa im Verhältnis 70 zu 30 zugunsten Qualcomms.

Laut Analysten, die das Geschehen beobachten, könnte Apple das Verhältnis umkehren, um die Daumenschrauben gewissermaßen etwas anzuziehen. Qualcomm soll die LTE-Modems zu teuer lizenziert haben – die Patente, um die es geht, sollen unter FRAND fallen und sind damit jedem Interessenten zu fairen Bedingungen zu lizenzieren. Qualcomm hingegen hat ebenfalls eine Klage eingereicht und will sogar den Verkauf von iPhones in den USA stoppen.

Intel hat beim iPhone 7 erstmals Modems beigesteuert. Benchmarks haben ergeben, dass der Qualcomm-Chip unter Last besser skaliert, allerdings hat Intel seinerseits auch schon einen Nachfolger angekündigt. Laut Apple sollen die Bedingungen, unter denen der Intel-Chip einknickt, in der Praxis aber so gut wie nie eintreten.